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SUMMARY:DAHIN UND EBEN DOCH NICHT DAHIN
DESCRIPTION:«Dass du nicht enden kannst\, das macht dich gross\, Und dass 
 du nie beginnst\, das ist dein Los. Dein Lied ist drehend wie das Sternge
 wölbe\, Anfang und Ende immerfort dasselbe\, Und was die Mitte bringt\, 
 ist offenbar Das\, was zu Ende bleibt und Anfangs war.»  Johann Wolfgang
  von Goethe: West-Östlicher Divan\\r\\n«Alles beginnt stets damit\, dass
  ich mich als Musiker mit den Anfängen und den Enden beschäftige. Der To
 n kommt\, er artikuliert sich\, und der Wind trägt ihn weg. Seine natürl
 iche Tendenz ist das Verschwinden. Ich beginne mit einem Musikstück\, es 
 wird Form\, ich kann es erkennen\, ich kann es vermessen\, und dann endet 
 das Stück wieder. Seine natürliche Tendenz ist das Vergehen. Alles\, was
  ich mir tagtäglich erspiele\, kommt und geht und stirbt ab und entschwin
 det und kommt wieder und geht wieder und stirbt wieder ab. Doch ab und an 
 bleibt in mir etwas hängen wie in einem Sieb. Dann frage ich mich: sind d
 ie stärksten Momente in der Musik nicht jene\, die aus diesem Sieb aufste
 igen\, weil das Abgelebte\, das Entschwundene\, das Unwiederbringliche unw
 illkürlich einen abendlichen Glanz erhält? Richtet sich Musik letztlich 
 nicht gegen das Verfliessen\, gegen das Kommen und Gehen\, obschon sie ger
 ade von diesem Phänomen fasziniert ist?» – Oder anders gefragt: «Kann
  ich mich mit Hilfe von Musik zum Unendlichen in Beziehung setzen\, ohne m
 ich je von der konkreten Endlichkeit abzuwenden?»
X-ALT-DESC:<p>«Dass du nicht enden kannst\, das macht dich gross\, Und das
 s du nie beginnst\, das ist dein&nbsp\;Los. Dein Lied ist drehend wie das 
 Sterngewölbe\, Anfang und Ende immerfort dasselbe\,&nbsp\;Und was die Mit
 te bringt\, ist offenbar Das\, was zu Ende bleibt und Anfangs war.»&nbsp\
 ;<br /> Johann Wolfgang von Goethe: West-Östlicher Divan</p>\n<p>«Alles 
 beginnt stets damit\, dass ich mich als Musiker mit den Anfängen und den 
 Enden beschäftige. Der Ton kommt\, er artikuliert sich\, und der Wind tr
 ägt ihn weg. Seine natürliche Tendenz ist das Verschwinden. Ich beginne 
 mit einem Musikstück\, es wird Form\, ich kann es erkennen\, ich kann es 
 vermessen\, und dann endet das Stück wieder. Seine natürliche Tendenz is
 t das Vergehen. Alles\, was ich mir tagtäglich erspiele\, kommt und geht 
 und stirbt ab und entschwindet und kommt wieder und geht wieder und stirbt
  wieder ab. Doch ab und an bleibt in mir etwas hängen wie in einem Sieb. 
 Dann frage ich mich: sind die stärksten Momente in der Musik nicht jene\,
  die aus diesem Sieb aufsteigen\, weil das Abgelebte\, das Entschwundene\,
  das Unwiederbringliche unwillkürlich einen abendlichen Glanz erhält? Ri
 chtet sich Musik letztlich nicht gegen das Verfliessen\, gegen das Kommen 
 und Gehen\, obschon sie gerade von diesem Phänomen fasziniert ist?» – 
 Oder anders gefragt: «Kann ich mich mit Hilfe von Musik zum Unendlichen i
 n Beziehung setzen\, ohne mich je von der konkreten Endlichkeit abzuwenden
 ?»</p>
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