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SUMMARY:Artist Talk: Thomas Ruff (Düsseldorf) im Gespräch mit Kristin Mar
 ek (Hochschule für Bildende Künste\, Braunschweig)
DESCRIPTION:In der fotografischen Erzählung wird das Vergangene gegenwärt
 ig und die Gegenwart geschichtlich. Doch das Vermögen von Fotografie\, Li
 cht auf Gegenwart und Geschichte zu werfen\, ist dem visuellen Overkill au
 sgesetzt\, der sich wie ein blendender Schatten über unsere Bildumwelt le
 gt. Die Fotografie erzeugt nicht nur stetig neue Bilder der Welt\, sondern
  auch eine immaterielle\, visuelle Flut. Trotz – oder gerade wegen – d
 er Allgegenwart von Fotografie\, einschliesslich ihrer abgeleiteten Bildte
 chnologien\, sind der FlutVergessen und Verstummen eingeschrieben ähnlich
  wie im Fall des mythologischen Flusses Lethe. Mit dem Aufkommen digitaler
  Bildtechnologien wird dieser Prozess beschleunigt und potenziert. Bilder 
 zeigen immer mehr\, aber erzählen immer weniger.Die seit einigen Jahrzehn
 ten zu beobachtende Hinwendung zum Archiv als Kulturtechnik im Allgemeinen
  und zum Bildarchiv im Besonderen ist als Zeichen dafür lesbar\, dass die
  den Bildern zugeschriebene Kraft zur Erzählung nicht mehr selbstverstän
 dlich ist. Gerade die Arbeit mit fotografischen Sammlungen ist mit einem 
 Übermass an Bildern\, den Grenzen der fotografischen Darstellbarkeit und 
 den unschärfer werdenden Rändern des Archivs konfrontiert.In der viertei
 ligen Vortragsreihe «Im Schatten der Bilder» wird aus wissenschaftlicher
 \, kuratorischer und künstlerischer Perspektive über diese Problemlage n
 achgedacht und das Vermögen von fotografischer Erzählung erkundet.
X-ALT-DESC:<br />In der fotografischen Erzählung wird das Vergangene gegen
 wärtig und die Gegenwart geschichtlich. Doch das Vermögen von Fotografie
 \, Licht auf Gegenwart und Geschichte zu werfen\, ist dem visuellen Overki
 ll ausgesetzt\, der sich wie ein blendender Schatten über unsere Bildumwe
 lt legt. Die Fotografie erzeugt nicht nur stetig neue Bilder der Welt\, so
 ndern auch eine immaterielle\, visuelle Flut. Trotz – oder gerade wegen 
 – der Allgegenwart von Fotografie\, einschliesslich ihrer abgeleiteten B
 ildtechnologien\, sind der FlutVergessen und Verstummen eingeschrieben äh
 nlich wie im Fall des mythologischen Flusses Lethe. Mit dem Aufkommen digi
 taler Bildtechnologien wird dieser Prozess beschleunigt und potenziert. Bi
 lder zeigen immer mehr\, aber erzählen immer weniger.Die seit einigen Jah
 rzehnten zu beobachtende Hinwendung zum Archiv als Kulturtechnik im Allgem
 einen und zum Bildarchiv im Besonderen ist als Zeichen dafür lesbar\, das
 s die den Bildern zugeschriebene Kraft zur Erzählung nicht mehr selbstver
 ständlich ist. Gerade die Arbeit mit fotografischen Sammlungen ist mit ei
 nem Übermass an Bildern\, den Grenzen der fotografischen Darstellbarkeit 
 und den unschärfer werdenden Rändern des Archivs konfrontiert.In der vie
 rteiligen Vortragsreihe «Im Schatten der Bilder» wird aus wissenschaftli
 cher\, kuratorischer und künstlerischer Perspektive über diese Problemla
 ge nachgedacht und das Vermögen von fotografischer Erzählung erkundet. 
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