/ News
Die Dissertation wurde von Prof. Dr. Ralph Ubl (Universität Basel) und ao. Prof. Dr. Wolfram Pichler (Universität Wien) betreut.
Zunächst zeichnet die Dissertation in einem Theoriekapitel den Wandel des Verhältnisses von Allegorie und Historie nach, die im 17. Jh. auf komplexe Weise miteinander vermittelt waren, sich im Laufe des 18. Jh. aber zunehmend entzweiten, um dann im Übergang zum 19. Jh. auf neue Weise wieder zusammenzufinden. Die damit einhergehende Transformation der Allegorie in ihrer klassischen (Personifikations-)Form wird sodann in drei monographisch gehaltenen Fallstudien zu Werken von Jacques-Louis David, Antoine-Jean Gros und Théodore Géricault analysiert. Dabei fokussiert die Arbeit auf vielfigurige Historienbilder und Einfigurenbilder, die gleichwohl den Anspruch auf den Status eines Historienbildes erheben. Es wird gezeigt, dass diese strukturell auf die Bildformen des Emblems, der Karikatur sowie der Vignette bezogen werden können und sich aus deren sinnbildlichem Potenzial speisen. Dieses stellt wiederum eine Alternative zum anthropomorphen (und letztlich anthropozentrischen) Personifikationsparadigma dar. Die Dissertation liefert damit eine Grundlage für ein tieferes Verständnis des Geschicks der Allegorie im 19. Jh. und stellt ein begriffliches Instrumentarium bereit, um dieses angemessen beschreiben zu können.
Quick Links